Das Politische, die Konflikte …

Das politische Projekt, diese spezifische Form von Organisation und organisatorischer Tätigkeit, entsteht aus dem, was in einer gegebene Situation möglich zu tun und zu sagen ist. Das bedeutet, dass die politischen Urteile, Prozesse und Kämpfe alltäglich sind. Diese politische Modis fungieren nicht als Teil der Regierung und sind nicht Bestandteile der bestehenden Normalität. Das Politische entsteht dort wo die Normalität aufgehoben wird – jenseits der Verwaltung.

Das Politische beginnt auch dort, wo es Konflikte innerhalb bestimmter bestehender Prozesse, innerhalb der bestehenden Effekte und Effizienzen, auch innerhalb dessen was Staat genannt wird, gibt. Diese Konflikte, haben als Ziel die Erweiterung der Grundkonsens und sie können nicht mit Konfliktmanagement gelost werden.

Eine antinationale Position in diesem Kontext anzunehmen, heißt keineswegs den Staat negieren, sich jenseits dieser Gebilde zu phantasieren und dort behaupten, an einer Politik gegen den Staat zu arbeiten. Eine Aufgabe des Rahmens Staat bedeutet auch eine Aufgabe des Kampf- und Konfliktplatzes Staat und damit die Aufgabe des Interesses an einer für die Alltagsregulierung der Individuen relevanten Kampfebenen. Diese Forderung impliziert aber keineswegs, dass die Vergesellschaftungsform des nationalen Kollektivs nicht bekämpft werden soll.

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